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Tipps für den Grundstückskauf

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Grundstückskauf und Hausbau - Individuell zum eigenen Haus

Den Traum vom eigenen Einfamilienhaus haben sich laut statistischem Bundesamt 28 Prozent bzw. 40 Millionen Privathaushalte bereits erfüllt. Zusammen mit den Eigentümern von Eigentumswohnungen und Mehrfamilienhäusern leben insgesamt 43 Prozent aller Haushalte in den eigenen vier Wänden.

Viele Wege führen zum Ziel: Erwerber haben die Wahl zwischen dem Kauf einer gebrauchten Immobilie, dem Kauf eines Neubaus von Bauträgern oder dem Kauf eines Grundstücks und dem Bau eines Hauses in eigener Regie.

Gebraucht kaufen oder neu bauen? Wer ein gebrauchtes Haus oder eine bereits fertig gestellte Wohnung zum Erstbezug kauft, weiß, was er bekommt. Das neue Heim kann besichtigt werden, Wohnumfeld und Kosten sind bekannt. Nachteil: Die meisten Details stehen fest, individuelle Änderungen sind nur begrenzt möglich. Außerdem: Wegen der niedrigen Zinsen ist das Immobilienangebot derzeit knapp und teuer.

Freie Gestaltungsmöglichkeiten bei der Planung, Bauausführung und in Bezug auf den Kostenrahmen haben Grundstückskäufer, die anschließend ein Haus bauen. Ein Haus selbst zu bauen bzw. bauen zu lassen, gilt als letztes Abenteuer in unserer modernen, geordneten Welt. Diese Freiheit macht jedoch Arbeit, birgt Risiken und stößt hier und da an Grenzen. Wer den Aufwand nicht scheut, wird mit einem im Wert stabilen, individuellen Haus belohnt.

So kommen Sie an das richtige Baugrundstück: Sie können gezielt in der Tagespresse und in Internetportalen nach Baugrundstücken suchen. Vielversprechend ist auch die direkte Anfrage in der Gemeinde oder Stadt Ihrer Wahl. Viele kleine und mittlere Kommunen haben neue Wohngebiete erschlossen und verkaufen Grundstücke zu günstigen Preisen. Auch Makler und Bauträger bieten baureife Grundstücke an und informieren zusätzlich über die Bebauungsmöglichkeiten.

Alles fest im Griff: Wenn Sie ein passendes Grundstück für Ihr neues Haus gefunden haben, gilt es, zuerst alle wichtigen Fragen zu klären. Nutzen Sie dafür unsere Checkliste:

Gibt es eine Bauleitplanung bzw. einen Flächennutzungsplan oder einen Bebauungsplan? Was schreibt er vor? Gibt es Vorschriften für die Dachform, die Hausgröße, die Anzahl der Stockwerke, den Mindestabstand zu den Nachbarn oder für Parkplätze? Gibt es eine Baulast, also eine Verpflichtung des Grundstückseigentümers gegenüber der Baubehörde? Ab wann kann oder muss gebaut werden?

Was steht im Grundbuch? Gibt es Wege- oder Vorkaufsrechte, Grunddienstbarkeiten oder andere Belastungen?

Ist das Grund erschlossen? Ein voll erschlossenes Grundstück ist an die Kanalisation angeschlossen, verfügt über eine Energie- und Wasserversorgung, hat Telefon- und Kabelanschluss. Ein Grundstück zu erschießen, kann teuer werden und viel Zeit in Anspruch nehmen.

Qualität des Grundstückes: Eck-, Hang- oder Wassergrundstücke können einen besonderen Reiz haben, sind aber möglicherweise schwerer zu bebauen. Auch Altlasten können für ungewollte Verzögerungen und zusätzliche Kosten sorgen. Klären Sie, ob es an diesem Ort früher womöglich einen Schrotthandel oder eine Tankstelle gab. Ist das Grundstück trocken? Wurde es aufgeschüttet?

Auskünfte und Rat einholen: Informationen bekommen Sie im Bau- oder im Umweltamt und über das Altlastenkataster. Eventuell lohnt es sich, ein Bodengutachten zu beauftragen. Die Kosten des Ingenieurbüros oder Geotechnikers für Probebohrungen liegen zwischen 1.000 und 1.500 Euro. Das ist möglicherweise günstiger als eine spätere juristische Auseinandersetzung.

Umfeld in Augenschein nehmen: Prüfen Sie die Nähe zu Geschäften, Schulen, Kultureinrichtungen, den öffentlichen Nahverkehr und auch zu Gewerbebetrieben, die Lärm oder Gestank verbreiten können. Wie weit ist die Autobahn entfernt? Gibt es eine Bahntrasse in der Nähe?

Stimmt der Preis? Vergleichen Sie das Angebot mit den in der Bodenrichtwertkarte ausgewiesen Preisen der Gutachterausschüsse.

Checkliste Grundstückskauf als PDF

 

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Grundstückseigentümer werden

Der Eigentumserwerb an Grundstücken erfolgt nach Abschluss des Notarvertrages durch Eintragung des Erwerbers als Eigentümer in Abteilung I des Grundbuchs.

Grunderwerbsteuer sparen: Der Staat erhebt auf jeden Grundstückskauf eine Grunderwerbsteuer. Sie beträgt je nach Bundesland zwischen 3,5 und 6,5 Prozent des Kaufpreises. Wer das Grundstück erst erwirbt und danach ein Haus errichtet, muss diese Steuer nur auf den Preis für das Grundstück entrichten, nicht aber auf den Preis des Hauses. Gegenüber dem Kauf eines gebrauchten Hauses ist das eine große Ersparnis. Aber Vorsicht: Grunderwerbsteuer spart nur, wer den Grundstückskaufvertrag völlig unabhängig von einem Bauvertrag abschließt (siehe Urteil des Bundesfinanzhofes vom 27.9.2012, II R 7/12).